Pädagogisches Konzept

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Wahrnehmen – Begreifen – Lernen in der freien Schule

Jedes Kind trägt einen inneren Entwicklungsplan in sich, der es ihm ermöglicht schrittweise zu einem selbständigen, unabhängigen Menschen heranzuwachsen. Achtsame Begleitung vonseiten Erwachsener und die vorbereitete Umgebung ermöglichen es dem Kind sich frei entfalten zu können; soziale, emotionale und kognitive Lebensprozesse zu durchlaufen.

„Das Spiel ist die Arbeit des Kindes“- über das Spiel gelangt das Kind zu den für ihn notwendigen Erkenntnissen. So bietet jeder Raum Platz für Spiel.

In den verschiedenen Bereichen bieten die BegleiterInnen Tätigkeiten an. Jedes Kind entscheidet selbst ob es an diesen Angeboten teilnimmt.
In unserer Schule gelten drei Grundregeln, die den Kindern Vertrauen, Schutz und Sicherheit geben:
1.) Es wird niemand verletzt –weder körperlich noch verbal
2.) Es wird niemand in seiner Tätigkeit gestört oder unterbrochen
3.) Das Material wird sorgsam behandelt und nach Gebrauch an seinen Platz zurückgestellt.
 
Weitere Regeln und Grenzen werden in der wöchentlichen Versammlung ausgemacht und diskutiert. Die Lehrkräfte verstehen sich als BegleiterInnen der Kinder, die als interessierte Menschen die Bedürfnisse der Kinder wahrnehmen und ihnen entgegenkommen, indem sie die Umgebung entsprechend vorbereiten und auf die individuellen Fähigkeiten und Neigungen jedes einzelnen eingehen. Jedes Kind soll das Gefühl haben in seiner Individualität und Einzigartigkeit angenommen zu sein, sodass es innerlich frei sein kann die Welt zu erforschen. Dadurch, dass die Kinder den Tag weitgehend selbst strukturieren und organisieren, lernen sie sich selbst zu vertrauen und Entscheidungen für sich zu treffen ohne sich von Erwachsenen abhängig zu fühlen.

“Die innere Empfänglichkeit bestimmt was aus der Vielfalt der Umwelt jeweils aufgenommen werden soll, und welche Situationen für das augenblickliche Entwicklungsstadium die vorteilhaftesten sind. Sie ist es , die bewirkt, dass das Kind auf gewisse Dinge achtet und auf andere nicht.” Maria Montessori

22Spielend lernen – lernend spielen

Wir sehen die Bedeutung des kindlichen Spiels als Vorbereitung auf die Lebensbewältigung. Oft kollidiert die Spielwelt des Kindes mit den Nützlichkeitsvorstellungen der Erwachsenenwelt. Im Spiel können Kinder ihren Willen, ihre Verantwortung, ihre Entscheidungskraft und ihr soziales Verhalten üben.

“Ein Kind, das durch selbstständige Experimente etwas erreicht, erwirbt ein ganz andersartiges Wesen als eines dem die Lösung fertig geboten wird.” Emmi Pikler

Altersmischung

Soziales Lernen wird bestimmt durch die Verschiedenheit von Alter, Geschlecht, Neigungen Charakteren und anderen Faktoren; deshalb gibt es an unserer Schule eine altersheterogene Gruppe für Kinder von 6-16 Jahren.

Die LernbegleiterInnen sind AnsprechpartnerInnen für alle Schulstufen.

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Schule – Pädagogisches Konzept (PDF – ca. 300 kB)