Abschluss Projekt Comenius – Beobachten und Darstellen von individuellen Entwicklungsprozessen

 

Beobachten und Darstellen von individuellen Entwicklungsprozessen

Ein europäisches Projekt im Rahmen des COMENIUS Programms der EU-Kommission

Zeitraum August 2013 – Juli 2015

 

Die Kinderhäuser Murkel in Siegburg (Nordrhein-Westfalen), Rubenshof in Berg im Attergau (Oberösterreich) und montessori.coop in Bozen (Südtirol) haben von August 2013 bis Juli 2015 zusammen an einem europäischen Projekt gearbeitet, um die Qualität ihrer pädagogischen Arbeit weiter zu verbessern.

Kinderhaus Murkel, Siegburg, Deutschland (http://www.murkel.eu)

Kindergruppe Rubenshof, Berg im Attergau, Österreich (http://www.rubenshof.at)

Kindergarten montessori.coop, Bozen, Italien (http://www.montessori.coop)

 

Im Zentrum des Projekts stand das Bild vom kompetenten Kind, das seinen inneren Bildungsplan durch selbständiges und eigenverantwortliches Handeln entfalten kann. Das Projekt ‚Beobachten und Darstellen von individuellen Entwicklungsprozessen‘ wurde in drei Phasen durchgeführt. Es begann mit einer Phase der Ist-Analyse. Die drei beteiligten Einrichtungen haben ihre Vorgehensweisen bei der Beobachtung von individuellen Entwicklungsprozessen von Kindern zusammengefasst und ausgetauscht. Auf der Grundlage der Rückmeldungen der Partner wurden dann die eigenen Beobachtungsinstrumente bearbeitet und in den jeweiligen Einrichtungen angepasst.

 

Ziel des Projekts war es eine für die jeweilige Zielgruppe (Schule, Eltern, Kind) aussagekräftige Entwicklungsdokumentation zu erstellen, die den Übergang in die Schulen erleichtert. Es wurde eine Vorlage erstellt, die eine aktive Beteiligung der Kinder an ihrer individuellen Entwicklungsdokumentation ermöglicht. Die unterschiedlichen Vorgaben der Bildungssysteme führen dazu, dass diese Vorlage in den Einrichtungen unterschiedlich eingesetzt wird.

Portfoliovorlage (pdf-Datei)

 

Die Kinder aller drei Kinderhäuser haben im Verlauf des Projekts an einer Fotodokumentation gearbeitet, um den Kindern und Erzieherinnen in den jeweils anderen Einrichtungen ihr Haus des Lernens vorzustellen. Dabei haben sie Erfahrungen gesammelt, wie sie ihren eigenen Lern- und Entwicklungsprozess reflektieren und darstellen können.

Beispiel-Link zu Murkelseite

 

Die Auseinandersetzung mit den länderspezifischen und kulturellen Eigenarten der beteiligten Länder hat zur Klärung der gesetzlichen Grundlagen für Entwicklungsbeobachtung und -dokumentation und der jeweiligen pädagogischen Konzeption beigetragen, so dass die beteiligten Partner nun mit größerer Sicherheit die einrichtungsspezifischen Instrumente benutzen können.

Vergleich länderspezifischer und kultureller Eigenarten im Hinblick auf den inneren Bildungsplan (pdf-Datei)

 

Parallel zu diesem Prozess wurden verschiedene Themen zur individuellen Bildung in den Teams bearbeitet. Als Ergebnis dieses Diskussionsprozesses fanden Elternveranstaltungen mit externen Referenten in den Kinderhäusern statt.

Herbert Renz- Polster im Kinderhaus Murkel

André Stern in montessori.coop

Uli Tritschler im Rubenshof

 

Eine größere europäische Öffentlichkeit wurde mit einem Workshop und einem Informationsstand beim Kongress „Orte und Horizonte“ des Netzwerks Archiv der Zukunft im Oktober 2014 in Bregenz erreicht. Dort wurde das Projekt an einem Informationsstand vorgestellt und zu einem Workshop eingeladen.

Kongress Bregenz

 

Weitere Informationen zum Projektverlauf und den Aktivitäten finden Sie in den Newslettern:

Newsletter 2014

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von montessori.coop:

Projekt Comenius

 

Interessierte Fachkräfte und Einrichtungen, die mehr über das Projekt erfahren möchten können sich gerne an diese Kontaktadresse wenden:

info@montessori.coop

 

Allgemeine Informationen zum COMENIUS-Programm:

Das COMENIUS-Programm war ein seit 1995 eingerichtetes Programm der Europäischen Union mit dem Ziel, die Zusammenarbeit von Schulen aller Schulstufen und Schulformen innerhalb der Europäischen Union sowie die Mobilität von Schülern und Lehrern zu fördern. Es ist seit 2007 Teil des EU-Programms für lebenslanges Lernen.

Am COMENIUS-Programm können alle teilnehmen, die am Bildungsprozess von der Vorschule bis zum Ende des Sekundarbereichs II mitwirken. Das sind Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, örtliche Behörden, Einrichtungen und Organisationen der Schulverwaltung, nichtstaatliche Organisationen, Lehrerbildungseinrichtungen, Universitäten sowie sonstiges Bildungspersonal.

Seit 2014 ist das Programm ausgelaufen und nun als ERASMUS+ in ähnlicher Form neu aufgelegt worden.

Links:

http://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/index_de.htm (offizielle Internetpräsenz des ERASMUS+ Programms)

 

Haftungsausschluss: Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.